WHO: Pandemie-Alarm als Rechenfehler ?
16.02.2010: Die formalen Hochrechnungen eines für die Pharma-Industrie arbeitenden Briten blenden durch mathematische Formeln, beruhen auf sehr dürftige Ausgangsdaten. Formeln täuschen Wissenschaftlichkeit vor, doch ein multiplizierter Fehler schafft keine wissenschaftliche Evidenz. Pandemie-Alarm als Rechenfehler - eine für die Beteiligten Wissenschaftler peinliche "Milchmädchenrechnung" wird immer offensichtlicher.
Aufschlussreich für die Infektionsdynamik der durch den H1N1 2009 Virus ausgelösten Ausbrüche ist ein typischer, gut dokumentierter Ausbruch in einer Schule nach dem Import der "neuen" H1N1-Influenza durch eine Klassenreise Mitte April 2009 aus Mexiko, veröffentlicht im New England Journal of Medicin im Dezember 2009:
content.nejm.org/cgi/reprint/361/27/2628.pdf
Die Ergebnisse dieser Arbeit erinnern an die Binsenweisheit der Epidemiologie, die da lautet: Ein Erreger, der seine Opfer nicht sehr krank macht oder wesentlich beeinträchtigt, kann sich eben gerade deshalb sehr viel schneller in der Schule, im Büro und anderswo im gesellschaftlichen Raum verbreiten, als ein gefährlicher Erreger, der sehr schnell seine Opfer "außer Gefecht" setzt, sie ans Bett fesselt, stigmatisiert oder gar tötet.
Diese Erfahrungen zum neuen H1N1 Influenza-Virus waren schon im April 2009 -deutlich vor Ausrufung der Pandemie- wissenschaftliches Allgemeingut.
Wer dann sagt: "Man weiß aber nie, was daraus noch werden kann..." und Pandemie-Alarm ausruft, oder nachplappert macht demgegenüber sein Nicht-Wissen zur Grundlage von Entscheidungen.
Dieses wäre schon ohne Korruptionshintergründe verheerend, denn es führt angesichts der damit verknüpften vertraglichen Regelungen zwischen Staaten und Impfstoffherstellern zu extrem hohen Ressourcen-Verschwendungen und zu nebenwirkungsträchtigen Massen-Impfaktionen.
Es fehlen bei der ausgerufenen "Pandemie" weitere klare, evidente und nachvollziehbare Risikoabschätzungen für die öffentliche Gesundheit, die anhand von verifizierbaren, nicht beliebigen fachlichen Annahmen mit konkreten Eintrittswahrscheinlichkeiten belegt werden müssen und die nicht durch systematische oder Selektionsfehler verfälscht sein dürfen.
Eine von der WHO offenbar als maßgeblich genutzte Risiko-Abschätzung ist von anrührend naiver Modellgläubigkeit gekennzeichnet - es sei denn, dass die mathematischen, für Laien unverständlichen Modellberechnungen maliziös genutzt wurden , um gerade eine Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsgrundlagen für alle nicht mit statistischen Formeln Vertrauten zu erschweren.
Die hier hochladbare Originalarbeit von Neil M. Ferguson et al., (published 11 May 2009 on Science Express DOI: 10.1126/science.1176062) zeigt, wie man durch Nutzung einer dürftigen, international unsystematisch gesammelten Fallstatistik und durch formale Verknüpfung mit gewaltigen und weitaus exakteren Daten über den globalen Flugreiseverkehr sehr schnell für den unkundigen beeindruckende Verbreitungsszenarien aus einem Rechnerprogramm zaubern kann. (Neil M. Ferguson aus Großbritannien ist Mitglied der WHO Rapid Pandemic Assessment Collaboration.)
Hier wird die Gefahr nachvollziehbar...
Dabei wären nicht nur Erregerstruktur und Verbreitung wichtige Risikoparameter sondern auch zum Beispiel andere infektionssystemare Faktoren wie die Immunität in der Weltbevölkerung, witterungsabhängige und populationsabhängige Übertragungswahrscheinlichkeiten und mit standardisierter Methodik erhobene, vergleichbare Daten aus den Vorjahren.
Davon kann die WHO bisher nichts vorlegen.
Die WHO hat jedoch inzwischen wiederholt bestätigt, dass die Schwere der ausgelösten Krankheitsbilder und die Zahl der tödlichen Verläufe bei der Ausrufung des höchsten Pandemie-Alarmes keine Rolle spielten und hat eine kritische Überprüfung dieses Verfahrens angekündigt, welche aber etwa zwei Jahre dauern könne. Das ist die Zeit, in der die Verträge der meisten Verantwortlichen ohnehin ausgelaufen sein werden. Mal sehen, bei welcher Pharma-Firma sie dann weich landen...







