Bei 3sat "scobel": Lobbyismus im deutschen Gesundheitswesen
03.09.2010: Hier finden Sie das Interview, welches am 2.September um 21 Uhr bei 3sat "Scobel" gesendet wurde: www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=20122 Der Ankündigungstext der "Scobel"-Sendung bei 3sat: In den vergangenen zehn Jahren sind fünf geplante Reformen im Gesundheitswesen gescheitert. Dabei ist nicht ganz klar, ob Politiker nicht genug Entscheidungsspielraum haben, oder ob mächtige Lobbygruppen in der Lage sind, grundlegende Veränderungen im Gesundheitswesen verhindern. Bei einem 260 Milliarden Euro schweren Markt spielen viele Interessen eine Rolle.
Der Arzt Wolfgang Wodarg war SPD-Bundestagsabgeordneter sowie Sprecher und Initiator der Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin. Seine Beobachtungen lassen einige Zweifel an demokratischer Entscheidungsfindung aufkommen. "Der Deutsche Bundestag hat in seiner Angst, dass die Arzneimittelpreise immer weiter steigen einmal ein Gesetz formuliert, um die Preise für bestimmte patentgeschützte Arzneimittel zu bremsen und zu senken", sagt Wolfgang Wodarg. "Dadurch sollten Milliarden eingespart werden."
Gert Scobel und seine Gäste stritten am 02.09. über "Lobbyismus".
Warum wechseln so viele Politiker als Berater in die Wirtschaft? Machen sich Lobbyisten zu Marionetten von Privat- und Konzerninteressen, oder gehören sie zur Demokratie einfach dazu? Kritiker fordern mehr Transparenz.
Gäste: Edda Müller (Vorsitzende von "Transparency Deutschland"), Marianne Tritz (Geschäftsführerin Deutscher Zigarettenverband), Thomas Leif (Chefreporter Fernsehen beim SWR)





