Ehrenamt schafft Heimat und krisenfesten Reichtum

21.02.2009: "Was Menschen sich gegenseitig schenken, wenn sie einander unentgeltlich zur Seite stehen, ist ein Reichtum, dem keine Finanzkrise etwas anhaben kann," meinte MdB Dr. Wolfgang Wodarg bei seinem Grußwort für die im Kreishaus in Schleswig versammelten über 150 Ehrenamtler.

Der Organisator des Schleswiger Ehrenamtforums Uwe Dieter May warnte den Abgeordneten, er dürfe im Wahljahr keine politische Rede halten. Also sprach Wodarg als Ehrenamtler, als Präsident der Rheumaliga, einer der größten ehrenamtlich arbeitenden Verbände im Lande und lobte die für uns alle so wichtigen sozialen Netze, die mit unterschiedlichsten Inhalten Menschen zusammenführen.

Ob jung oder alt, arm oder reich - für Musik, Hobby, Kirche, Sport, Feuerwehr, Selbsthilfe und viele andere Aktivitäten treffen sich Freiwillige, um sich gegenseitig oder anderen Menschen zu helfen und mit ihnen Erfahrungen zu machen, die man sich eben nicht mit Geld kaufen kann.

Wolfgang Wodarg bedankte sich aus vollem Herzen bei den vielen freiwilligen Helfern, die ehrenamtlich und unentgeltlich diese Arbeit organisieren, begleiten und gestalten. "Wer sich später irgendwo auf der Welt an zu Hause erinnert, dem wird deutlich, wie sehr durch ehrenamtliche Arbeit erst eine Heimat, ein "Wir" geschaffen wird," sagte er.

In der Diskussion brach Wodarg eine Lanze für die Ehrenamtler, die unsere Gemeinden wesentlich gestalten und am Leben halten: die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. Hier sei das Ehrenamt nicht immer mit Frohsinn und Gesang verbunden, hier sei oft Streit und Ärger das tägliche Brot eines Gemeindevertreters oder Bürgermeisters, erinnerte sich der Bundestagsabgeordnete, der selbst über 10 Jahre im Gemeinderat mitgewirkt hat. Es sei deshalb nicht akzeptabel, wenn diese Ehrenamtler bei Ehrenamtsmessen, wie kürzlich in Schleswig, draussen bleiben müssten. "Wenn wir sie nicht loben und fördern, stellt sich bald gar keiner mehr zur Wahl!" mahnte der Abgeordnete.

Besonderen Beifall bekam der Steruper Pastor Dr. Andreas Crystall, der ganz praktisch und mit ergreifenden Fotos vor Augen führte, wie schön ehrenamtliche Tätigkeit für Jung und Alt sein kann und welche großartigen Leistungen dabei erbracht werden - "weil es eben Spaß macht"!

Ein Saal voller Ehrenamtler

Das Podium , moderiert von Frank Jung, sh:z-Verlag

Dr. Wodarg bei seinem Grußwort

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