Wir brauchen eine kleinstrukturierte, ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und fairere Strukturen im Welthandel
17.04.2009: Der drastische Anstieg der Grundnahrungsmittelpreise verschärft sich weiter und droht gerade weltweit, Millionen Menschen in Armut und Hunger zu stürzen. Wir müssen die Agrarexportsubventionen endlich abschaffen und die ländliche Entwicklung stärken!
Für eine wirksame Bekämpfung von Armut und Hunger brauchen wir eine nachhaltige Produktion von Grundnahrungsmitteln für lokale und regionale Märkte, also eine kleinstrukturierte, ökologisch nachhaltige Landwirtschaft, die Förderung von kleinbäuerlichen Betrieben und gerechtere Strukturen im Welthandel.
Jedes Jahr gedenkt das Netzwerk "La Via Campesina" und seine UnterstützerInnen am "International Peasant’s Struggle Day", ihrem Aktionstag, an das Massaker im Jahr 1996 in Brasilien, bei dem 19 Mitglieder der Landlosenbewegung MST von Paramilitärs ermordet wurden. So gab es 2007 bereits in 18 Ländern an über 50 Orten Aktionen der Solidarität.
In "La Via Campesina" haben sich Landlose, kleine und mittelständische bäuerliche Genossenschaften, LandarbeiterInnen und indigene Gemeinschaften aus Afrika, Asien, Amerika und Europa organisiert. Gemeinsame Ziele sind u.a. nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssouveränität. Während sie für Ihre Rechte kämpfen, tun sie auch etwas für uns und unsere Nachkommen!
Auf meinen Reisen, aber auch im eigenen Land, habe ich die Wichtigkeit nachhaltiger Naturnutzung immer mehr schätzen und achten gelernt.
das Pflügen ist eine harte Arbeit
80 % der Weltreisernte werden im Nassreisanbau erzeugt
Der Reis wird erst gesät. Nach etwa 3 Wochen werden die Pflanzen vereinzelt und mit größerem Abstand von Hand gesetzt.
Asien, vor allem China, Indien und Südostasien, ist das Hauptanbaugebiet für Reis
In mehreren Sprachen bedeutet das Wort Reis gleichzeitig auch Essen, zB. in Laos, Bangladesch oder Thailand.
Die Ernte: der Reis wird mit Sicheln geschnitten
Nach der Ernte wird der Reis getrocknet und gedroschen. Hier wird durchs Hochwerfen die Spreu vom Korn getrennt.
Der Reis wird eingesackt
eine Kaffeepflanze
Kaffeebohnen werden vor dem Haus auf Planen getrocknet.
Vietnam ist inzwischen der zweitgrösste Exporteur für Rohkaffee
Während die Konzerne am Rösten nach wie vor gut verdienen, sind durch die fallenden Rohkaffee-Preise der letzten Jahre Millionen Menschen in Entwicklungsländern existenziell betroffen. Der Verfall der Kaffee-Preise im Weltmarkt, ausgelöst durch aggressive Kapazitätsausweitungen anderer großer Erzeugerländer (zB. Vietnams), ist in Äthiopien voll auf die Erlöse der Kaffeebauern durchgeschlagen.
Die Äthiopische Kaffeezeremonie: im Heimatland des Kaffees arabica wird Kaffee zelebriert.
Angola: aus Soldaten werden nach und nach wieder Bauern.
ein Kleinbauer in Indien
Die sozialen Kosten des Aquafarmings in Bangladesch sind hoch. Industrielle Garnelenzüchter haben die tropischen Küsten in vielen Ländern in dramatische soziale und ökologische Konflikte gestürzt. Doch in der Bevölkerung wächst der Widerstand gegen die Ausbeutung und die Naturzerstörung.
Fotos: Dr. Wolfgang Wodarg







