Konkrete Forderungen aus Berlin nach L’Aquila

02.07.2009: Im Hinblick auf den kommenden G8-Gipfel im italienischen L’Aquila, fordert Dr. Wolfgang Wodarg, als für Gesundheit in den Entwicklungsländern zuständiger Berichterstatter der SPD-Fraktion, die schon in Heiligendamm zugesagten Mittel zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria jetzt konkret in die Haushalte einzustellen:

2007 in Heiligendamm verpflichteten sich die G8-Länder, 44 Mrd. € (60 Mrd. US-Dollar) für die Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria innerhalb von acht Jahren bereitzustellen. Die deutsche Bundesregierung verpflichtete sich, vier Mrd. € zu übernehmen.

Auf dem G8-Gipfel in Toyako (2008) wurde die Dringlichkeit dieser Hilfen erneut beschworen und ein Zeitplan von nur noch fünf Jahren von den G8-Chefs für die Zahlung dieser Mittel festgelegt. Für Deutschland wären das 800 Millionen Euro pro Jahr, wenn die Kanzlerin nicht nur leere Versprechungen abgegeben haben will.

Nach Aussagen der Bundesregierung will die italienische G8-Präsidentschaft das Thema in L’Aquila aufgreifen und an die Umsetzung der Verpflichtung von Heiligendamm erinnern. Wodarg: "Ich erwarte, dass der Gipfel in L’Aquila dazu führt, dass die versprochenen Mittel in die Haushalte der Mitgliedsländer jetzt auch konkret eingeplant werden. Die Bedrohung und das Elend durch diese Seuchen haben zugenommen und dürfen nicht verdrängt werden."

  • Seite bei Twitter teilen
  • Seite bei Facebook teilen
  • Seite bei StudiVZ teilen
  • Seite bei MySpace teilen
  • Seite bei Mister Wong bookmarken
  • Seite bei del.icio.us bookmarken
  • Seite bei Google bookmarken
  • Seite bei Live bookmarken
  • Seite bei YahooMyWeb bookmarken
Zum Thema
  • EU negotiates in India on behalf of Big Pharma and trades away Access to Medicines10.02.2011 | An alarming blog by Els Torreele, the Director of the Access to Essential Medicines Initiative of the Open Society Public Health Program:
    Recent news reports on negotiations between India and the European Union on a proposed free trade agreement (FTA) have many health and human rights experts worried that millions of people may be left without access to life-saving medicines. Indeed people in low-resource countries are critically dependent on affordable medicines produced by India, which for that reason has been dubbed the “pharmacy of the developing world.” If, as reports indicate, EU negotiators succeed in pressuring India to beef up intellectual property protection at the expense of public access rights for life-saving drugs, the FTA would seriously undercut India’s ability to produce generic, low-cost drugs, with detrimental effects on access to medicines for the developing world. mehr »