Billige Medikamente gegen Seuchen: Es gibt bereits vorbildliche Lösungen! Besuch bei Sanofi-Aventis

Malaria Therapie für 60 Euro oder oder für 1 Euro?

Diese Frage ist lebensentscheidend für Millionen Menschen in den armen Ländern dieser Welt, in denen durch den Stich der Anopheles-Mücke die gefährlichen Malariaerreger übertragen werden.

Bisher haben große Pharma-Unternehmen versucht, durch ausgefeilte Patentstrategien kostentreibende Monopole aufzubauen. Eine Stratgie, die in unverantwortlicher Weise in Kauf nimmt, dass Millionen Menschen an übertragbaren Krankheiten sterben, die behandelbar wären, vor denen sie gerettet werden könnten.

Um so erfreulicher ist der neue Ansatz des Pharma-Multis Sanofi-Aventis, der durch seine Zusammenarbeit mit NGOs und humanitären Organisationen aus aller Welt und unter Koordination der Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi) seine Fabriken in Entwicklungsländer nutzt um für den dortigen Markt vor Ort eine kostengünstige Kombinationsbehandlung herzustellen. Bei meiner Besichtigungstour in Ghana war man voll des Lobes über den vereinfachten Zugang zu diesem wichtigen Medikament.

Ich habe den zuständigen Direktor von Sanofi-Adventis für dieses Project in Paris besucht, um herauszufinden,ob hier eine Strategie verfolgt wird, die sich auf andere Unternehmen übertragen liesse. Anfang November werde ich für den Europarat an Verhandlungen über ähnliche Lösungen bei der WHO in Genf teilnehmen.

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Zum Thema
  • EU negotiates in India on behalf of Big Pharma and trades away Access to Medicines10.02.2011 | An alarming blog by Els Torreele, the Director of the Access to Essential Medicines Initiative of the Open Society Public Health Program:
    Recent news reports on negotiations between India and the European Union on a proposed free trade agreement (FTA) have many health and human rights experts worried that millions of people may be left without access to life-saving medicines. Indeed people in low-resource countries are critically dependent on affordable medicines produced by India, which for that reason has been dubbed the “pharmacy of the developing world.” If, as reports indicate, EU negotiators succeed in pressuring India to beef up intellectual property protection at the expense of public access rights for life-saving drugs, the FTA would seriously undercut India’s ability to produce generic, low-cost drugs, with detrimental effects on access to medicines for the developing world. mehr »