Globales Lernen? MdB Dr. Wodarg wirbt für neues Freiwilligenprogramm des BMZ für engagierte Jugendliche

30.06.2007: Ab 2008 wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst für junge Leute zwischen 18 und 28 Jahren fördern.

Ab 2008 wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst für junge Leute zwischen 18 und 28 Jahren fördern.

Angesprochen werden sollen junge Frauen und Männer, vor allem solche mit Haupt- oder Realschulabschluss, aber auch Abiturienten, die internationale Erfahrungen und zusätzliche Qualifikationen sammeln und sich für ihr späteres Berufsleben orientieren wollen. Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst soll eine Form des lebenslangen schulischen Lernens anbieten. Somit können die Freiwilligen eine wichtige Bildungsphase unter dem Stichwort "globales Lernen" absolvieren. "Es ist kein Urlaub unter Palmen, sondern es ist auch die Konfrontation mit Armut und prekären Lebensverhältnissen vor Ort", sagt Dr. Wolfgang Wodarg, Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Schleswig-Flensburg und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. "Aber gerade deshalb ist es für die Jugendlichen heutzutage besonders interessant und wichtig, über den Tellerrand zu schauen. Das neue Programm des BMZ ist für sie eine tolle Möglichkeit, diese Chance zu nutzen", so Wodarg weiter.

"Schon jetzt können sich interessierte Jugendliche aus meinem Wahlkreis über das Programm informieren", empfiehlt Wodarg. "Denn das BMZ hat bereits damit begonnen, für Anfragen zur Verfügung zu stehen, um somit eine rechtzeitige Vorbereitung bis Anfang 2008 zu gewährleisten." Als Ansprechpartnerin beantwortet Frau Dünker vom BMZ unter der Telefonnummer 0228/ 99 535 33 40 Fragen zum Programm.

Ein solcher Einsatz junger Menschen in Entwicklungsländern setzt die Bereitschaft voraus, sich auf einen interkulturellen Lernprozess einzulassen. Die Laufzeit wird flexibel von drei bis 24 Monaten sein. Zunächst ist eine dreijährige Pilotphase geplant, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Afrika liegen soll. Die Bereiche werden ländliche Entwicklung, Bildung und die Arbeit mit alten Menschen sein. Der Dienst wird fachlich und pädagogisch im Rahmen eines Mentorenprogramms begleitet und auch finanziell in erheblichem Umfang unterstützt. Zudem soll ein Internetportal eingerichtet werden, auf dem sich alle Freiwilligen untereinander vernetzen können. Mit der neuen Förderung soll besonders auch jungen Erwachsenen aus einkommensschwachen Familien die Möglichkeit gegeben werden, eine Zeit im Ausland zu verbringen. Auch für junge Frauen, für die nach dem Zivildienstgesetz bisher keine Fördermöglichkeiten bestanden, bietet sich hier eine neue Chance. Das mittelfristig vorgesehene Volumen soll 10.000 Plätze umfassen. Da die Abwicklung des BMZ-Programms über mehr als 200 private Träger, Nichtregierungsorganisationen und kirchliche Organisationen läuft, ist ein sinnvoller Einsatz garantiert.

Das Programm soll ergänzend neben die bereits bestehenden Freiwilligen Dienste "Freiwilliges Soziales Jahr" und "Freiwilliges Ökologisches Jahr" treten. Ob der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) mit der administrativen Abwicklung des Programms betraut und eine Anerkennung des Freiwilligendienstes als Befreiungstatbestand für Wehrpflichtige erzielt werden soll, bleibt noch zu regeln.

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