Die Afrikanische Union stärken - Reise in den Kongo und nach Äthiopien mit Heidemarie Wieczorek-Zeul

15.05.2007: Ein dreiviertel Jahr nach den ersten freien Wahlen, die in der Demokratischen Republik Kongo seit 40 Jahren stattgefunden haben, hatte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul nun die Gelegenheit, mit der neuen kongolesischen Regierung in der Hauptstadt Kinshasa zu sprechen.

Dr.Wodarg mit Staatspräsident Kabila und BM Heidemarie Wieczorek-Zeul

Als Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nahm ich innerhalb einer 40-köpfigen Delegation an der Reise der Ministerin vom 3. bis 7. Mai teil. Ziel des Besuches war zu zeigen, dass Europa und Deutschland die politischen Schritte des Landes in Richtung einer friedlichen Demokratie begleiten wollen - im Interesse der ganzen zentralafrikanischen Region.


Besuch im Kongo Mai 2007 Diashow
(zum Starten der Diashow das schwarze Feld zweimal anklicken)

Die Europäische Union hatte bereits die Wahlen mitfinanziert und deren Ablauf wurde unter anderem von Soldaten der Bundeswehr abgesichert. Obwohl die Sicherheitslage sich im Land seit der Wahl verbessert hat, fanden erst vor kurzem in Kinshasa erneut Kämpfe zwischen der Armee des Präsidenten Kabila und der Privat-Garde seines Mitstreiters Jean-Pierre Bemba statt, wo hunderte Menschen ums Leben kamen. Auch in der nordöstlichen Region Nord-Kivu flohen tausende Menschen vor gewaltigen Auseinandersetzungen zwischen Milizen und Regierungstruppen.

Noch fehlen im Kongo die Voraussetzungen für den Aufbau einer Demokratie. Aus diesen Gründen muss die deutsche Entwicklungshilfe aufgestockt werden und Deutschland ein verlässlicher Partner bleiben. Die Bundesministerin machte allerdings deutlich, dass sie auch eine "Gegenleistung" seitens Kabila in Richtung Transparenz und Rechtssicherheit erwarte.

Im Anschluss an den Kongo-Aufenthalt flog die deutsche Delegation weiter nach Äthiopien. In der "Afrikanischen Hauptstadt" Addis Abeba sprachen wir unter anderem mit dem Ausschussvorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Alpha Oumar Konaré, und mit Vertretern der äthiopischen Regierung. Konaré war Präsident der Republik Mali bevor er sein Amt in der AU antrat und ist ein sehr erfahrener und engagierter Afrika-Politiker.

  • Seite bei Twitter teilen
  • Seite bei Facebook teilen
  • Seite bei StudiVZ teilen
  • Seite bei MySpace teilen
  • Seite bei Mister Wong bookmarken
  • Seite bei del.icio.us bookmarken
  • Seite bei Google bookmarken
  • Seite bei Live bookmarken
  • Seite bei YahooMyWeb bookmarken
Zum Thema
  • EU negotiates in India on behalf of Big Pharma and trades away Access to Medicines10.02.2011 | An alarming blog by Els Torreele, the Director of the Access to Essential Medicines Initiative of the Open Society Public Health Program:
    Recent news reports on negotiations between India and the European Union on a proposed free trade agreement (FTA) have many health and human rights experts worried that millions of people may be left without access to life-saving medicines. Indeed people in low-resource countries are critically dependent on affordable medicines produced by India, which for that reason has been dubbed the “pharmacy of the developing world.” If, as reports indicate, EU negotiators succeed in pressuring India to beef up intellectual property protection at the expense of public access rights for life-saving drugs, the FTA would seriously undercut India’s ability to produce generic, low-cost drugs, with detrimental effects on access to medicines for the developing world. mehr »