African Malaria Day: Start der "Europäischen Allianz gegen Malaria"

25.04.2007: In Vorbereitung auf den heutigen Afrika-Malaria-Tag nahm der Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Wodarg gestern in seiner Eigenschaft als Mitglied des Entwicklungsausschusses an der parlamentarischen Informationsveranstaltung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) teil.

Malaria stellt neben HIV/Aids und Tuberkulose eines der größten Gesundheitsprobleme in Entwicklungsländern dar: Jedes Jahr sterben bis zu drei Millionen und erkranken rund 500 Millionen Menschen. Ungefähr 90 Prozent aller Malaria-Todesfälle ereignen sich in Afrika südlich der Sahara. Die größten Risikogruppen sind Schwangere und Kleinkinder.

Bei der Veranstaltung der DSW wurde auch die "Europäische Allianz gegen Malaria" vorgestellt, ein Zusammenschluss von zehn Organisationen aus fünf Ländern, die gemeinsam Signale im Kampf gegen Malaria setzen wollen. Mitglieder der Allianz sind in Deutschland das Deutsche Rote Kreuz und die DSW unter Schirmherrschaft der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Ziel ist es, eine breite Basis an Politikern, Nichtregierungsorganisationen und Medien als Fürsprecher im Kampf gegen Malaria zu gewinnen und Lösungen aufzuzeigen.

Das Ministerium hat angekündigt, seine finanziellen Mittel im Kampf gegen die "drei großen Krankheiten" HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria jährlich um 100 Millionen auf 400 Millionen Euro zu erhöhen. "Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir uns - nicht nur aufgrund der G8-Präsidentschaft - unserer globalen Verantwortung im Kampf gegen Malaria in den Entwicklungsländern bewusst sind", meint Dr. Wodarg.

Nächste Woche reist der Abgeordnete gemeinsam mit der Entwicklungsministerin in den Kongo, einem "Land, das neben Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose und der Pest vor allem unter der ständigen Gewalt leidet", so Dr. Wodarg. Die Lage in der Hauptstadt Kinshasa hat sich nach den schweren bewaffneten Auseinandersetzungen Ende März zwar wieder weitgehend beruhigt, doch ist die Sicherheitslage im gesamten Land weiterhin fragil. Der Osten des Kongos ist noch nicht befriedet, dies gilt ebenfalls für den Norden der Provinz Katanga.

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