Providing for Health - Gesundheit ist eine Voraussetzung für die menschliche Entwicklung!

22.11.2007: Die internationale Initiative Providing for Health (P4H) soll dazu beitragen, den Menschen in armen Ländern einen besseren Zugang zu medizinischen Leistungen zu gewährleisten, indem die Gesundheitssysteme ausgebaut werden.

Aufklärung durch Gesundheitsstation in Sebedino, Äthiopien Foto W. Wodarg

Aufklärung durch Gesundheitsstation in Sebedino, Äthiopien Foto W. Wodarg

Viele Länder leiden unter einem Mangel an Fachpersonal (Ärzten und Krankenschwestern) und können der Bevölkerung die lebenswichtigen Medikamente nicht zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund sterben viele Menschen an Infektionen und anderen Erkrankungen, die eigentlich behandelbar sind und bei einer ausreichenden medizinischen Versorgung keinen tödlichen Verlauf nehmen. Durch eine bessere Verzahnung von bereits existierenden Fonds und Finanzierungsinstrumenten soll diese Situation verbessert werden.

P4H konkretisiert die Beschlüsse der G8 in St- Petersburg und Gleneagles für den Kampf gegen infektiöse Krankheiten. In Heiligendamm wurde diese Initiative ausdrücklich begrüßt. Sie soll Anfang kommenden Jahres ihre Arbeit aufnehmen und einen Beitrag zur Erreichung der Milleniums-Entwicklungsziele leisten. Sie dient einer verbesserten Koordination der Geber untereinander, wie dies in der Erklärung von Paris über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit gefordert wird. Sie zielt insbesondere darauf ab, die bereits vorhandenen Mittel für die Finanzierung der Gesundheitssysteme zu bündeln und soll den Staaten helfen, bereits existierende Mechanismen, wie den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria oder die GAVI-Alliance, effizienter zu nutzen. Sie soll ein Forum für internationale Akteure und Geber bieten, die ihre Koordination untereinander intensivieren wollen. Die Umsetzung der Initiative erfolgt auf Nachfrage der Partnerländer. Die Hauptempfängerländer werden nicht vorab festgelegt.

Im Rahmen der P4H werden die Partnerländer insbesondere bei folgenden Schwerpunkten unterstützt:

  • soziale Sicherung im Gesundheitsbereich ausweiten
  • nachhaltige und effektive Finanzierungsstrukturen für Gesundheitssysteme schaffen
  • Öffentliches Finanz- und Systemmanagement im Gesundheitsbereich stärken
  • Globale Mittel wirkungsvoll lokal einsetzen
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Zum Thema
  • EU negotiates in India on behalf of Big Pharma and trades away Access to Medicines10.02.2011 | An alarming blog by Els Torreele, the Director of the Access to Essential Medicines Initiative of the Open Society Public Health Program:
    Recent news reports on negotiations between India and the European Union on a proposed free trade agreement (FTA) have many health and human rights experts worried that millions of people may be left without access to life-saving medicines. Indeed people in low-resource countries are critically dependent on affordable medicines produced by India, which for that reason has been dubbed the “pharmacy of the developing world.” If, as reports indicate, EU negotiators succeed in pressuring India to beef up intellectual property protection at the expense of public access rights for life-saving drugs, the FTA would seriously undercut India’s ability to produce generic, low-cost drugs, with detrimental effects on access to medicines for the developing world. mehr »