Entwicklungspolitik

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Mahatma Gandhi

Entwicklungspolitik ist Friedenspolitik. Entwicklungspolitik tut not!

Als unsere Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und einige Fraktionskollegen mich fragten, ob ich meine Erfahrung in den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einbringen könnte, habe ich gern zugesagt.

Immer klarer wird mir bei dieser Arbeit, dass die schlimmsten Krankheiten der armen Länder nicht nur durch Bakterien, Parasiten und Viren verursacht werden. Es ist die Habgier von Diktatoren, Clans, Warlords und skrupellosen Konzernen sowie ihrer Geschäftspartner in unseren Breiten, die mit Ausbeutung, Kindersoldaten, Waffenhandel, Söldnern, Rauschgift- und Menschenhandel viele Regionen in dieser Welt destabilisieren, Demokratien verhindern und Menschen im Elend allein lassen. Hunger und Gewalt sind die Grundkrankheiten der Armen. Und diese leiden auch am meisten unter den Klimaänderungen, die vor allem durch die reichen Länder verursacht wurden. All dies sind Herausforderungen für einen Entwicklungspolitiker.

Und weil wir die Ursachen bekämpfen müssen, bin ich seit Jahren zum engagierten Außenpolitiker geworden und kämpfe nicht nur im Europarat sondern auch im Bundestag zusammen mit meiner Fraktion und unserer Ministerin, unterstützt von einem Netzwerk von Nicht-Regierungs-Organisationen, u.a. um fairen Handel, Krisenprävention, Ernährungssouveränität, Klimaschutz, kostengünstige Medikamente, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Bildung für Mädchen und Jungen, die Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols, freien Zugang zu Wasser, freie Medien und eine Chance für alle, selbstbestimmt und gemeinsam ohne Angst auf dieser Welt eine Heimat zu finden.

Weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist es, Maßnahmen im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids mitzugestalten – eine Aufgabe, die mir persönlich sehr am Herzen liegt.

Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Entwicklungspolitiker haben wir uns außerdem auf regionale Zuständigkeiten verständigt. Ich bin Berichterstatter für den Raum Zentralafrika.

Durch die wachsende Bedeutung europäischer Politik bin ich als EU-Berichterstatter im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in zunehmendem Maße gefordert und befasse mich mit allen Gesetzesvorhaben und Projekten, die zum Thema Entwicklungspolitik aus Brüssel kommen.

Jahrgang: 2006
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01.12.2006 >
"Aids hat zwei Gesichter" - Anlässlich des Welt-Aids-Tags erklärt Dr. Wolfgang Wodarg: (Nachrichten)
22.11.2006 >
Podiumsdiskussion in der Berliner Kalkscheune:
Podiumsdiskussion in der Berliner Kalkscheune: "Pandemien ante portas - Rette sich wer kann?" - Einen Tag, nachdem die Vereinten Nationen den Welt-Aids-Bericht 2006 vorlegten und darin eine Zunahme der HIV-Infizierten auf fast 40 Millionen Menschen weltweit konstatieren mussten, machte die KfW in Berlin die Immunschwächekrankheit auf ungewöhnliche Weise zum Thema. (Nachrichten)
17.11.2006 >
Ausschussreise Angola/Namibia: 6. bis 15. Oktober 2006
Ausschussreise Angola/Namibia: 6. bis 15. Oktober 2006 - Mit dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung habe ich vom 6. bis zum 15. Oktober an einer Reise nach Angola und Namibia teilgenommen. (Nachrichten)
27.10.2006 > Offenheit bei der Gewinnung von Naturressourcen - Vollversammlung der Extractive Industries Initiative - (Nachrichten)
27.10.2006 >
"Global Day for Darfur" kämpft für eine Beilegung der Menschenrechtskrise im westlichen Sudan - (Nachrichten)
28.07.2006 >
Foto: mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und Michael Steiner, deutscher Botschafter bei den Internationalen Organisationen
Von Flensburg nach Berlin, Genf und New York: Aids-infizierte brauchen weltweite Unterstützung - Die weltweite Ausbreitung von HIV und Aids macht vor keiner Grenze halt - und erfordert konzertierte Präventions- und Hilfskonzepte. (Nachrichten)
10.07.2006 > Opfer jahrzehntelanger Gewalt kämpfen im Kongo um demokratische Rechte - Europa muss dabei helfen - Am heutigen Tag beginnt die Verlegung von 780 Bundeswehrsoldaten in die DR Kongo. Ihre Aufgabe ist wichtig: Sie sichern die von den Menschen Kongos heiß ersehnten ersten freien Wahlen seit über 40 Jahren. In einem Land im Herzen Afrikas, das seit Jahrhunderten von verschiedenen Herrschern ausgebeutet wird: Eine kleine Geschichte der Gewaltökonomie. (Nachrichten)
29.06.2006 > Fünf Jahre "Delaration of Commitment": UN zieht gemischte Bilanz im Kampf gegen HIV und Aids - Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2006 habe ich als Mitglied der deutschen Delegation die Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt nach New York zur UN Sonderveranstaltung zu HIV/AIDS begleitet. (Nachrichten)
23.06.2006 >
Mia Farrow, ihr Sohn Ronan und Dr. Wodarg im Ausschuss-Saal
"Vor unser aller Augen findet ein Völkermord statt": Mit Mia Farrow im Gespräch über den Bürgerkrieg im Sudan - (Nachrichten)
21.06.2006 >
Mutter mit ihren Kindern bei Bürgerversammlung in einem vom Staudammbau betroffenen Dorf
Zukunft made in Laos: Ein parlamentarischer Feldbesuch im ärmsten Land Ostasiens - Als Mitglied des Parlamentarischen Netzwerks der Weltbank (Parliamentary Network on the World Bank - PNoWB) gehören ich einem Zusammenschluss von mehr als 800 Parlamentariern aus 110 Ländern an. (Nachrichten)
30.05.2006 > Der Kampf gegen HIV und Aids: Internationale Zusammenarbeit verbessern, Präventionsmaßnahmen intensivieren - Als Berichterstatter im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung befasse ich mich seit Beginn der Legislaturperiode intensiv mit der Problematik HIV/Aids. (Nachrichten)
18.05.2006 > Expertengespräch zu Gewaltökonomien in Zentralafrika - Auf meine Anregung hin hat die Friedrich-Ebert-Stiftung am 18. Mai 2006 zu einem Expertengespräch "Gewaltökonomien in der DR Kongo und der Region der Großen Seen und die Rolle Europas" ins Berliner Paul-Löbe-Haus geladen. (Nachrichten)
07.04.2006 > Zum heutigen Weltgesundheitstag fordert Wodarg besseren Zugang zu Aufklärung und Prävention - (Pressemitteilungen)
14.02.2006 >
Artikel zum Kongo
Ein Plädoyer für internationale Unterstützung der ersten freien Wahlen in der DR Kongo - (Veröffentlichungen)
Zum Thema
  • EU negotiates in India on behalf of Big Pharma and trades away Access to Medicines10.02.2011 | An alarming blog by Els Torreele, the Director of the Access to Essential Medicines Initiative of the Open Society Public Health Program:
    Recent news reports on negotiations between India and the European Union on a proposed free trade agreement (FTA) have many health and human rights experts worried that millions of people may be left without access to life-saving medicines. Indeed people in low-resource countries are critically dependent on affordable medicines produced by India, which for that reason has been dubbed the “pharmacy of the developing world.” If, as reports indicate, EU negotiators succeed in pressuring India to beef up intellectual property protection at the expense of public access rights for life-saving drugs, the FTA would seriously undercut India’s ability to produce generic, low-cost drugs, with detrimental effects on access to medicines for the developing world. mehr »