Eindrücke vom "Tag der Seenotretter" in Maasholm

27.07.2008: Die Mannschaft der Nis Randers, dem Seenotrettungskreuzer der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat gemeinsam mit anderen Rettungsbootsbesatzungen und einem SAR-Hubschrauber der Marine den zahlreichen Gästen des "open ship" am Maasholmer Hafen ein atemberaubenden Manöver geboten und gezeigt, dass wir uns auf die Hilfe dieser Mannschaften -wenn es sein muss - verlassen können. (SOMMERTOUR)

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Maasholmer Hafenpanorama

Zum &quot;Open Ship&quot;, zu Hafenrundfahrten und Vorführungen von Feuerwehr und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger waren Tausende nach Maasholm gekommen und säumten das Hafenbecken, welches für kurze Zeit die Kulisse eines -gespielten- Notfalldramas wurde.

Zwei Frauen trieben hilflos auf einer Rettungsinsel. Sie galt es zu bergen und an das sichere Deck der Nis Randers zu setzen.
Der Seenotrettungskreuzer Nis Randers hatte bereits sein Beiboot ausgesetzt, welches die beiden Schiffbrüchigen in rasanter Fahrt umkurvte und so für realistischen Wellengang sorgte.

"schiffbrüchig" auf der Rettungsinsel in "hoher See"

Der Wellenmacher


Wenn ihr wollt, lassen wir es auch regnen...


Es dauerte nicht lange, da tauchte am Horizont ein kleiner Punkt auf, der rasch grösser , und lauter wurde: der SAR-Hubschrauber. Nach einer kurzen Runde um die &quot;Unglücksstelle&quot; kam er sofort zur Sache und seilte unter Propellersturm und Turbinengebrause ein Rettungsseil ab, welches der Pilot gekonnt bis direkt vor die beiden Damen im Floß dirigierte.

Die erste Schiffbrüchige wurde in den Himmel gehievt und verschwand nach wenigen Sekunden im Bauch des dröhnenden Ungetüms. Dann folgte die zweite auf gleiche Weise und schwebte für bange Augenblicke ohne Netz und doppelten Boden über den Dächern von Maasholm.

Bergung per Seilwinde

Der Hubschrauber entfernte sich anschliessend mit den beiden glücklich Geretten um dann aber schnurstracks auf die Nis Randers im Tiefflug zuzuhalten, kurz vor ihr zu stoppen und ein Rettungsnetz hinagzulassen, in dem eine der beiden Geborgenen lag und sich an den Maschen fetsklammerte.

Gerettete wird mit Netz übergeben

Der Pilot und seine Mannschaft zeigten wirklich alles , was sie konnten: Der Hubschrauber stieg höher und höher und ließ aber die Frau im Netzt unverändert nah über der Wasseroberfläche schweben. Als er wieder tiefer kam, wurde die Gerettete trotzdem nicht nass, denn das Seil verkürzte sich synchron und ersparte der Dame so ein Bad in den Fluten der Schlei.

Dann schwebte die Gerettete auf die Nis Randers zu und wurde routiniert mit einem Haken an Deck gezogen, wo sie erleichtert aus dem Netz sprang. &quot;Es war gar nicht so schlimm&quot;,winkte sie den begeisterten Mengen am Ufer zu, als auch schon die nächste lebende Fracht sicher auf Deck des Seenotretungskreuzers gefiert wurde.

Während der ganzen Zeit manövrierten die Crew der Nis Randers das große Schiff im flachen engen Wasser vor dem Hafenbecken exakt und gekonnt hin und her, um die jeweils günstigste Position im Zusammenspiel mit dem Luftretter zu bieten.

Der Kapitän hält Kontakt zu Hubschrauber

Eine besondere Spannung war zwischenzeitlich aufgekommen, als ein wirklicher Seenotfall, eine Yacht mit Mastbruch vor Damp per Funk gemeldet wurde. Da der kleine Rettungskreuzer &quot;Karl van Well&quot; auch in Maasholm bereit lag, konnte dieser dem Havaristen zur Hilfe eilen und die lange geplane Rettungsvorführung für das Publikum doch noch retten.

Der "Gast-Schiffsarzt" , MdB Dr. Wodarg

Schwer beeindruckt und mit einer Menge Aktion-Fotos im Kasten gingen die Fotografen und der als &quot;Schiffsarzt&quot; in letzter Minute angeheuerte Bundestagsabgeordnete wieder an Land um Platz zu machen für die Menge der neugierigen Gäste, die schon auf das &quot;open ship&quot; Nis Randers gewartet hatten.

Das Tochterboot geht zu Wasser

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