Unbekanntes Afghanistan
23.09.2008: Bemerkenswerte Fotoausstellung "Afghanistan - Das Land und seine Menschen" in der Hannah-Arendt-Schule in Flensburg durch Initiator Wolfgang Wodarg eröffnet: In packenden Fotos werden der afghanische Alltag, die Landschaft und die wunderbaren Menschen dieses geplagten Landes dargestellt. Folgender Artikel ist heute in den Flensburger Nachrichten erschienen.
Bilder von Menschen und prächtigen Moscheen. Der bunte orientalische Basar, „Souk“ genannt. Daneben Impressionen des strengen Winters 2008: Karge Mahlzeiten werden auf offener Straße bei Minustemperaturen in Mazar-el-Sharif zubereitet. Wir blicken auf den härtesten Reitersport am Hindukusch, Buzkashi, genauso wie auf ungezählte Gräber für die Opfer des Krieges.
„Afghanistan – das Land und seine Menschen.“ So ist die Ausstellung mit Fotos von Helmut R. Schulze betitelt, die gestern im Foyer der Hannah-Arendt-Schule eröffnet wurde. Im Rahmen der Vernissage betonte der stellvertretende Schulleiter Volker Sauerzweig, dass es gute Tradition an der Einrichtung sei, nicht nur Bilder von Schülern zu zeigen, sondern auch „Ausstellungen von außen, die den Unterricht bereichern“.
Dass diese Fotoschau den Unterricht beleben wird, ist anzunehmen. Die Bilder sind von großer Eindringlichkeit – sie zeigen eine Realität, die nichts mit den bedrückenden Motiven von Krieg und Zerstörung gemein haben, die jedermann zur Genüge kennt. Sie zeigen den Alltag der Menschen in einem arg mitgenommenen Land – aus der Sicht eines Fotografen, der seit 2002 Afghanistan sieben Mal bereist und dabei mehr als 4000 Kilometer zurückgelegt hat.
„Es sind Bilder, die unsere Verantwortung herausfordern“, sagte MdB Wolfgang Wodarg (SPD). Gezeigt werde, „wofür es sich lohnt, solidarisch zu sein – nämlich für die Menschen, die dort leben“. Wodarg nutzte die Ausstellungseröffnung auch zu einem politischen Statement. Als Entwicklungspolitiker sei er sehr traurig über den Militäreinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Durch diese Präsenz werde das Land nicht sicherer. „Würde auch nur die Hälfte der gigantischen Ausgaben in zivile Hilfe fließen, hätten wir weitaus mehr davon.“
Auf 52 Metern sind bis zum 02.Oktober werktags von 13 Uhr bis 15 Uhr mehr als 150 beeindruckende Fotografien zu sehen.
Der Flyer ist im Anhang zum Download verfügbar.





