Solidarität mit der deutschen Minderheit in Nordschleswig (PRESSE-ECHO)

29.11.2008: Gestern hat der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit den Bundeshaushalt für 2009 verabschiedet: mit 290 Milliarden Euro. Daran gemessen ein Promille-Betrag von 800.000 zusätzlich für die Arbeit der deutschen Minderheit in Nordschleswig für die Jahre 2009 und 2010. Für die deutsche Minderheit jedoch ein verfrühtes, segensreiches Weihnachtsgeschenk.

29.11.2008, Nordschleswiger

Leitartikel: Deutsche Solidarität

Da gilt es denen zu danken, die sich besonders für die Belange der deutschen Minderheit in Berlin angesichts einer sich zuspitzenden Haushaltslage eingesetzt haben, die vor allem durch hohe dänische Tarifentwicklungen nicht beeinflussbar war. Die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und Dr. Wolfgang Wodarg von der SPD, Ingbert Liebing, Dr. Michael Luther und Dr. Ole Schröder von der CDU sowie Jürgen Koppelin (FDP) und Gritje Staffelt (Bündnis 90/Grüne) sind unter den Parlamentariern besonders hervorzuheben. Kräftige Unterstützung erhielt die deutsche Volksgruppe auch durch das schleswig-holsteinische Kontaktgremium unter dem Vorsitz von Landtagspräsident Martin Kayenburg. Nicht zuletzt ist der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinneministerium, Dr. Christoph Bergner, zu würdigen, der sich auch mit dem Hinweis auf die schulische Vermittlung der Muttersprache als die wichtigste staatliche Aufgabe im Be­reich der Minderheitenförderung so erfreulich zur Sicherung der deutschen Schulen in Nordschleswig eingesetzt hat. Und wenn einer in dieser Liste nicht fehlen darf, dann wohl Ministerialrat Dr. Detlev Rein aus dem Bundesinnenministerium, der unermüdlich hinter den Kulissen diplomatische Fäden zieht.

Die vielen Berlin-Reisen des Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen und des Generalsekretärs Peter Iver Johannsen haben sich doch gelohnt: die Minderheit gerät nicht finanziell in eine Krise. Nun ist Planungssicherheit für 2009 und 2010 geschaffen, die kontinuierliche Fortführung der Arbeit der Volksgruppe in den kommenden Jahren gewährleistet. Nicht nur für den täglichen BDN-Betrieb, sondern auch für dringend notwendige Investitionen in den Schulen, die für die Minderheit kulturell überlebenswichtig sind. Natürlich hat es in den letzten Wochen und Monaten viele be­sorgte Stimmen gegeben. In der dänischen Presse hat "Flensborg Avis" vor diesem Hintergrund sogar die Ansicht vertreten, die deutsche Minderheit werde von Deutschland-Berlin in Stich gelassen. Das ist schlichtweg Unsinn! Übrigens auch wenn es keine haushaltsmäßige Nachbesserung gegeben hätte. Wahr ist vielmehr, dass die zusätzlichen 800.000 Euro ein neuer Beweis deutscher Solidarität mit der deutschen Minderheit in Dänemark sind. Dankeschön!

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