Eurofighter als "Entwicklungshilfe"
05.04.2011: Das Informationsforum für deutsche Aussenpolitik GERMAN-FOREIGN-POLICY.com veröffentlichte gestern einen Bericht über die Hintergründe der militärischen Entwicklung im nordafrikanisch-arabischen Raum, der ein Schlaglicht auf deutsche Geschäfte mit dem Krieg wirft. Der Militäreinsatz der "Willigen" in Lybien wird offenbar zur Verkaufsschau für Eurofighter und anderes Gerät an arabische Diktaturen. Hier eine Kurzfassung des GERMAN-FOREIGN-POLICY Berichtes und die dazugehörigen Links:
Mit Bomben beladener britischer Eurofighter bei Start
Die Rüstungssparte des deutsch-französischen EADS-Konzerns will die Geschäfte mit arabischen Diktaturen steigern und so seinen Umsatz verdoppeln, zitiert GERMAN-FOREIGN-POLICY.com den deutsche Spartenchef von EADS Stefan Zoller.
Demnach wird der Konzernteil,der seit vergangenem Herbst nicht mehr als "EADS Defence and Security", sondern PR-kompatibler als "Cassidian" firmiert, in den nächsten Jahren vor allem in den sogenannten Schwellenländern um Kunden werben - denn in der EU wachsen die Rüstungsetats nicht mehr.
Als Schwerpunktstaaten für die kommenden Jahre nennt Zoller neben Indien und Brasilien besonders Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. In Saudi-Arabien ist Cassidian bereits seit zwei Jahren mit der Hochrüstung der Grenzen befasst - ein Milliardenprojekt, zu dessen Gelingen auch die deutsche Bundespolizei beiträgt: Weil das Regime in Riad darauf bestanden hat, zur Einweisung seiner Grenztruppen in den Umgang mit den Abschottungsanlagen und -geräten auch Polizisten einzufliegen, bezahlt Cassidian Berichten zufolge den Einsatz. Abgewickelt wird der Deal über die "Entwicklungs"-Agentur GIZ.
Hier der Link zum Original-Bericht





