Minderheiten als Chance für die Grenzregion

01.07.2005: Zu der Sitzung des Beratenden Ausschusses für Fragen der dänischen Minderheit beim Bundesministerium des Innern in Deutschland erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Wodarg:

"Der SSW muss die ihm vom den Wählerinnen und Wählern übertragene Verantwortung uneingeschränkt im Schleswig-Holsteinischen Landtag übernehmen", so Dr. Wolfgang Wodarg. Er war sich darin einig mit Bundesinnenminister Otto Schily, der die Sitzung persönlich leitete und deutlich machte, dass die Abgeordneten des SSW mit allen parlamentarischen Rechten ausgestattet seien. Dazu gehöre auch das Recht, Koalitionen im Sinne ihrer Wähler eingehen zu dürfen.

"Es ist sehr bedauerlich, dass die anwesenden CDU-Abgeordneten hier ein gespaltenes Demokratieverständnis zeigen", sagte Dr. Wodarg.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Sprachförderung der nationalen Minderheiten im Sinne der Europäischen Sprachencharta.

"Ich stimme mit dem SSW darin überein, dass die Förderung der dänischen Sprache in unserer Region nach anderen Kriterien geschehen muss als zum Beispiel die der friesischen Sprache. Die dänische Sprache ist zum Glück nicht vom Aussterben bedroht", so Dr. Wodarg. "Ich würde mich freuen, wenn wir eine grenzübergreifende Bildungs- und Wirtschaftsregion ohne Sprachbarrieren verwirklichen könnten." Dies gelte besonders für die Menschen, die, unabhängig von ihrer Nationalität "auf der anderen Seite" arbeiten, studieren oder leben wollen.

Viele Unternehmen und Behörden bei uns haben bereits erkannt, dass es sich bei der Förderung der Minderheitensprachen im deutsch-dänischen Grenzraum auch um Wirtschaftsförderung handelt. So mancher Gemeinderat sieht dies viel zu einseitig.

Die Angebote der dänischen Minderheit sind wichtiger Teil unserer spezifischen Infrastruktur.

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