Als Botschafterin in die Vereinigten Staaten
27.02.2009: "One year for free" - die Zehntklässlerin Laura Marie Hansen von der Kurt-Tucholsky-Schule hat das Bundestags-Stipendium gewonnen. Ab August geht’s für ein Jahr in die Staaten - kostenlos. Folgender Artikel erschien heute in den Flensburger Nachrichten.
PRESSE-ECHO:
Flensburg / sh:z
Laura Marie Hansen wird ab diesem Sommer den Traum leben, den viele Jugendliche träumen. Sie wird ein Schuljahr im Ausland, in den USA, verbringen. Kostenlos!
Denn sie hat das PPP-Stipendium (Parlamentarisches-Patenschafts-Programm) der Bundesrepublik Deutschland in ihrem Wahlkreis gewonnen. "Ich freue mich riesig. Ich war schon für Schüleraustausche in Frankreich und Polen über zwei Wochen, aber das hier ist natürlich viel größer", sagt Laura voller Stolz und Vorfreude.
Vor Beginn des zehnten Schuljahres wurden erste Infoblätter über das Austauschprogramm verteilt. Lauras Interesse war sofort geweckt, und sie meldete sich bei YFU (Youth For Understanding), der verantwortlichen Austauschorganisation, an. Aufgrund von Entwicklungsberichten und Zeugnissen der Bewerber sortierte YFU Interessenten aus, so blieben am Ende noch 30 Kandidaten, die auf ein Stipendium hoffen durften. Die Auserwählten wurden von der Organisation nach Rendsburg zu einem weiteren Vorentscheid eingeladen. In kleinen Gruppen wurden Alltagssituationen nachgespielt und Vorträge gehalten, um festzustellen, wie offen und zugänglich die Schüler wirklich sind. Laura beeindruckte mit ihrem Auftreten und ihrem Vortrag über das Sozialsystem Deutschlands. Sie erreichte das Finale, an dem noch fünf Bewerber teilnahmen.
Hierfür nahm sich der SPD-Politiker und Vertreter des Wahlkreises Flensburg-Schleswig im Bundestag, Wolfgang Wodarg, persönlich Zeit. Er führte mit den fünf Finalisten Einzelgespräche und kürte die Siegerin. "Am Ende habe ich mich für Laura entschieden, weil sie sehr lebendig und offen ist und auch auf Leute zugehen kann. Sie wirkt stabil, um das eine Jahr fernab von zu Hause zu überstehen. Es ist ja auch wichtig, dass sie etwas mitnimmt", zeigt sich der Bundestagsabgeordnete begeistert von der Stipendiatin. "Allerdings fiel mir die Wahl sehr schwer." Als Trostpreis sollen die übrigen Finalteilnehmer nun eine Reise nach Berlin und zur Amerikanischen Botschaft finanziert bekommen.
Laura ist schon die sechste Schülerin der Kurt-Tucholsky-Schule, die dieses Auswahlprogramm erfolgreich durchlaufen hat.
Sie scheint gut vorbereitet für das Jahr, denn sie unternimmt sehr viel mit anderen Menschen: "Ich spiele Handball im Verein und übernehme dort als Spielführerin auch Verantwortung. Ich fahre jede Sommerferien als Teamerin ins Zeltlager und betreue dort mit vielen anderen 160 Kinder." Den Jugendgruppenleiterschein hat sie auch schon erworben. Auch bei "Jugend trainiert für Olympia" war sie Vertreterin ihrer Handballschülermannschaft. Nebenbei spielt die lebensfrohe Schülerin auch im Schultheater.
Ihre Eltern unterstützen sie bei ihrem Vorhaben. "Meine Eltern hätten normalerweise richtig viel Geld für den Austausch bezahlen müssen. Nun sparen wir es, und ich mache eine riesige Abschiedsparty!"
Sie selbst geht davon aus, dass sie auf jeden Fall ein Jahr in Übersee bleibt. Los geht’s wohl Ende August, aber die Vorfreude ist schon jetzt riesengroß: "Yes, I can! Ich schaffe das!", verspricht Laura.
von Florian Schwark/shz





