ECOPOLICYADE- Silbermedallie für Kappeln beim Bundeswettbewerb im "Vernetzt Denken"
20.06.2009: Gestern waren die besten Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern nach Berlin eingeladen worden, um zu ermitteln, welches Team im Spiel um eine nachhaltige Steuerung komplexer Systeme Bundessieger werden würde. Das Team aus der Kappelner Klaus-Harms-Schule mit seinem Lehrer Jochen Wilms hat die Bundesmeisterschaft nur sehr knapp verfehlt und errang einen phantastischen zweiten Platz. Herzlichen Glückwunsch zur "Silbermedaille" Hannah, Florian und Anne! Das war eine Super-Leistung bei so viel bundesweiter Konkurrenz! Hier einige Bilder von der spannenden Veranstaltung:
Das Kappelner Team nach dem Spiel mit Lehrer Jochen Wilms und MdB Dr. Wodarg
"Vernetzt denken, Gegenwart meistern, Zukunft gestalten", so lautet zu Recht das Motto der "ecopolicyade", die Dank der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) seit 2008 bundesweit an den Schulen aller Schularten lief. Pädagogen und Schulen, die diesen innovativen Bundeswettbewerb mit ihren Schülerinnen und Schülern erfolgreich mit gestalten und gleichzeitig ihren Unterricht bereichern wollten, erhielten die großartige Gelegenheit, sich in bundesweit stattfindenden Schulungskursen dafür fit zu machen.
Mit "Ecopolicy" lernen Schülergruppen spielend Verantwortungsbewusstsein - die Fähigkeit zu logischem und strategischem Denken und vernetztem Handeln wird ebenso geschult wie die erfolgreiche Teamfähigkeit. Die Computer-Simulation "Ecopolicy" kann junge Menschen motivieren, sich mit sonst für sie schwer zugänglichen und komplexen Sachverhalten im Bereich Politik, Wirtschaft und Umwelt zu beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler begreifen durch das PC-Spiel fast spielerisch, wie Ökologie und Ökonomie in Wechselwirkung stehen und kurzsichtige politische Fehlsteuerungen gravierende soziale Folgen für Gesellschaft und Staat verursachen können - ein Szenario, dass angesichts von Klimawandel, explodierenden Sprit-, Heiz- und Stromkosten sowie Sturm- und Hochwasserkatastrophen erkennbar nah an der weltweiten Realität liegt.
Zusätzlich motivieren die drei Spielvarianten vom Industrie-, Schwellen und Entwicklungsland dazu, sich mit den global unterschiedlichen Auswirkungen und Hintergründen von Umweltschäden, sozialer Not und politischer Stabilität zu beschäftigen. Ein ernstes Thema - das aber dennoch durch seine pfiffige graphische Darstellung und spielerische Aufbereitung den Spaß im Unterricht nicht zu kurz kommen lässt.
Seit 2004 gibt es das Projekt "ecopolicyade" in Schleswig-Holstein - gestartet wurde es von den engagierten Lehrern Hans-Werner Hansen und Wilfried D. John aus Bad Malente. Seitdem finden jährlich landesweit Wettbewerbe an fast allen Schulen von der Hauptschule bis zum Gymnasium statt, die nach Regionalentscheiden mit einem Abschlusswettbewerb auf Landesebene in Gegenwart von Politikern und Medien "gekrönt" werden - ein hoher Motivationsfaktor für alle Schülerteams.
Nach diesem Vorbild wird die "ecopolicyade" 2008 Dank der Initiative der "Bundeszentrale für politische Bildung" nun auch in allen anderen Bundesländern eingeführt - die Kosten für dieses innovative Projekt hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bewilligt. Mit der "ecopolicyade" können wir Schülerinnen und Schüler aller Schularten fördern - ganz besonders erfolgreich aber gerade diejenigen aus so genannten "bildungsfernen Schichten". Dank der Bundesförderung können teilnehmende Schulen die Wettbewerbslizenz des Spiels bei der Bundeszentrale für politische Bildung gegen eine Aufwandspauschale erhalten, während die Netzwerklizenz regulär über 100 Euro kosten würde - das ist auch deswegen bemerkenswert, weil das Spiel aufgrund seiner ständig steigenden Popularität derzeit restlos ausverkauft ist. Zusammen mit dem Fortbildungsangebot in allen sechzehn Bundesländern für Lehrerinnen und Lehrer hofft der Bundestag durch diese Initiativen die Erfolgsstory der "ecopolicyade" deutschlandweit zu befördern.
Erfahrungsgemäß ist es für die Schüler bereits eine große Lernmotivation, wenn sie sich mit den Schulen aus der regionalen Umgebung im Wettkampf messen können - die Möglichkeit, bei einer erfolgreichen Teilnahme sogar an einem Bundesentscheid mit den besten Teams in der Bundeshauptstadt Berlin teilzunehmen, hat deshalb alle Schülerinnen und Schüler ganz besonders angespornt.
Das "Silber"-Team der Klaus-Harms-Schule Kappeln bei der Arbeit
Der Erfinder des Spiels
Weitere Bilder
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|





