Von Strichcodes, Pfandbons und Gemüsenummern: An der Kasse im EDEKA-Markt Borowski
19.08.2009: Dr. Wolfgang Wodarg absolvierte am Montag ein Praktikum im EDEKA-Markt Borowski in Steinbergkirche. Vier Stunden lang konnte er die Arbeit an der Kasse und an der Lottoannahme begleiten und auch selbst mit anpacken. Im Gespräch mit dem Marktleiter erfuhr er viel über den Preiskampf im Lebensmittelhandel, Sinn und Unsinn von Öffnungszeiten sowie über die Bedeutung von Bioprodukten.
Ladeninhaber Michael Borowski und Praktikant Dr. Wolfgang Wodarg
Ein Bericht von Jan Thorben Book:
"Ich bewundere die Damen, die an der Supermarktkasse sitzen. Dieser Beruf ist anstrengender, als es auf den ersten Blick scheint." Schon bei der Einweisung durch die nette Tochter des Marktleiters, die sich an der Kasse in den Ferien etwas dazu verdient, staunte der Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Wodarg darüber, was alles zu der Arbeit an der Kasse gehört. "Machen Sie lieber gleich eine zweite Kasse auf!", scherzte Wodarg auch gleich, als Frau Borowski ihm anbot, an der Kasse Platz zu nehmen.
Zweieinhalb Stunden lang durfte er nun selbst erfahren, an was beim Kassieren alles zu denken ist: Es reicht bei weitem nicht aus, nur die Strichcodes über den Scanner zu ziehen. Viele, nicht im System vorhandene Artikel müssen von Hand eingegeben und die Nummern, die jeder Obst- und Gemüsesorte zugeteilt sind, auswendig und fehlerfrei eingegeben werden. Die Pfandbons müssen entwertet, die Belege der Fleischereiwaren in die richtige Kiste geworfen werden. Versehentlich zuviel eingegebene Artikel müssen storniert und ja immer die richtige Taste gedrückt werden, sonst meldet sich die Kasse. Zeit zum Nachdenken gibt es nicht viel, denn der nächste Kunde wartet schon. Und bei allem immer freundlich bleiben. "Es gibt immer mal Kunden, die kein Verständnis zeigen oder sich über alles mögliche beschweren. Die muss man einfach so hinnehmen.", gibt Frau Borowski ihre Einstellung dazu wieder.
Das Kurzpraktikum bei Borowski lag Wolfgang Wodarg schon lange am Herzen. "Ich will selbst erfahren können, wie die Menschen, für die ich Politik mache, arbeiten. So kann ich deren Bedürfnisse und Probleme auch in meiner Arbeit besser vertreten.", erklärte er den Leuten, die ihn neugierig angesprachen. Im Gespräch mit dem Marktleiter, Herrn Michael Borowski, erfuhr Wodarg dann auch sehr viel über die Probleme, aber auch die Chancen des Lebensmitteleinzelhandels. In vielen Bereichen sei der harte Preiskampf zu spüren, so Borowski. Vielfach sei es sehr traurig, wie niedrig die Preise für hochwertige Produkte lägen. Als Beispiel führte er die Milch an, an der im Grunde niemand mehr etwas verdiene. Auch die längeren Ladenöffnungszeiten hätten kaum Vorteile gebracht. "Es wird nicht mehr verkauft, wir arbeiten nur länger und unsere Freizeit leidet darunter."
Eine besondere Chance sieht Borowski hingegen in der Biosparte und bei den regionalen Produkten. Die Bioprodukte seien inzwischen zu einem bedeutenden Standbein geworden und Erzeugnisse aus der Umgebung wie Milch und Kartoffeln sehr gefragt. Viele Menschen vertrauen zurecht auf diese Produkte und nehmen hierfür auch gerne höhere Preise in Kauf.
Schließlich durfte Wodarg noch am Post- und Lottostand zur Hand gehen. Hier durfte er ""STEINBERGKIRCHE" auf die Briefe stempeln und staunte über die drei parallel betriebenen Kassen, denn Post, Lotto und Tabakwaren werden getrennt abgerechnet. Zum Abschluss verabschiedete er sich noch einmal von jedem Mitarbeiter persönlich und bedankte sich bei Herrn Borowski und seinem Team, die dieses Praktikum und die wertvollen Erfahrungen erst ermöglicht haben.
PRESSE-ECHO:
Dr. Wolfgang Wodarg arbeitete bei EDEKA
Text: S.Weide, erschienen am 19.08.09 in Moin Moin
"Nanu? Den Kassierer kenn ich doch!", dachten sich kürzlich so manche Besucher des EDEKA aktiv Marktes M. Borowski in Steinbergkirche. Und richtig: Dr. Wolfgang Wodarg saß im EDEKA-Shirt an der Kasse und half vier Stunden lang als Praktikant aus. Egal ob Lotto-Annahme, Fleischabteilung oder Kasse - das Bundestagsmitglied verschaffte sich einen Einblick in alle Bereiche des Marktes. Unter anderem interessierten ihn Produkte regionaler Erzeuger, welche bei EDEKA angeboten werden und weitere Fördermöglichkeiten dieser Waren. Der EDEKA-Markt ist nur eine Station, die sich der SPD-Politiker angesehen hat, so war Dr. Wolfgang Wodarg auch schon in Handwerksbetrieben, Apotheken, Autowerkstätten und Werften im Einsatz. Auch auf einem Fischkutter arbeitete er mit, schrubbte Fische und nahm diese aus. Seit ungefähr zehn Jahren geht der Politiker regelmäßig für einige Wochen in den unterschiedlichsten Betrieben in seinem Wahlkreis Flensburg-Schleswig ins Praktikum. "Ich möchte die verschiedenen Arbeitsbereiche kennen lernen und wissen, was die Menschen wirklich bewegt", berichtet Wodarg. Die gewonnenen Erkenntnisse versucht er dann auf dem Feld der Politik einfließen zu lassen.
Als Kassierer bei der Arbeit
Die Kasse muss stimmen
Anstrengende Arbeit an der Kasse
An der Wurst- und Fleischtheke
Post und Lottostelle




